Warum Rasenschnitt so problematisch ist
Einzelschichten nur aus Rasenschnitt oder auch nur aus Laub verdichten sich in kurzer Zeit stark. Innerhalb dieser Schichten entsteht schnell ein Mangel an Sauerstoff, wodurch die Rotte gestört oder sogar vollständig unterbrochen wird.
Besonders kritisch ist Rasenschnitt, da er:
- sehr dicht ist (feine Struktur)
- viel Stickstoff enthält
- schnell feucht und kompakt wird
In einem klassischen Komposthaufen führt das nahezu zwangsläufig zu Fäulnisprozessen.
Warum herkömmliche Komposter oft nicht funktionieren
Herkömmliche Komposter sind im Grunde nichts anderes als am Boden aufliegende Komposthaufen mit einer Umhüllung. Diese Konstruktion lässt oft sogar weniger Luft in den Haufen als ein offener Kompost.
In vielen Anleitungen wird empfohlen, Rasenschnitt mit Laub oder Strukturmaterial zu schichten und den Haufen mehrmals jährlich umzusetzen. In der Praxis wird das jedoch selten gemacht. Das Ergebnis sind verdichtete, schlecht belüftete Bereiche – ideale Bedingungen für Gerüche.
Die entscheidende Lösung: ausreichend Luft
Damit Rasenschnitt sauber kompostiert, braucht es vor allem eines: ausreichend Sauerstoff im gesamten Material.
Nur wenn Luft bis in den Kern des Haufens gelangt, können Mikroorganismen sauber arbeiten. Dann entsteht keine Fäulnis, sondern ein stabiler Rotteprozess.
Warum das im SUPERCOMP funktioniert
Der SUPERCOMP wurde genau für dieses Problem entwickelt. Durch die integrierte Stützvorrichtung und die Vertikaldurchlüftung (Kamineffekt) wird verhindert, dass sich das Material vollständig verdichtet.
Sauerstoff gelangt kontinuierlich von unten nach oben durch den gesamten Komposthaufen – auch durch den Kern. Dadurch bleibt das Material locker und durchlüftet, selbst bei schwierigem Material wie Rasenschnitt.
Versuche haben gezeigt, dass im SUPERCOMP sogar besonders anspruchsvolle Materialien ohne Durchmischung und ohne Geruchsprobleme kompostiert werden können.
Ausschließlich Rasenschnitt kompostieren – ist das möglich?
Ja. Mit dem SUPERCOMP ist es möglich, ausschließlich Rasenschnitt zu kompostieren – ohne zusätzliche Strukturmaterialien.
Empfohlen wird lediglich eine kleine Menge Steinmehl, um die Nährstoffbindung zu unterstützen. Weitere Zusätze oder ein Umsetzen sind nicht notwendig.
Wie hoch werden die Temperaturen während der ersten Heissrottephase?
In der ersten Heißrottephase können im Kompost Temperaturen von etwa 50 bis 70 °C erreicht werden. Unter besonders günstigen Bedingungen – vor allem bei viel frischem Rasenschnitt – sind kurzfristig sogar Temperaturen bis zu 70–80 °C möglich.
Diese hohen Temperaturen entstehen durch die intensive Aktivität der Mikroorganismen und sind ein Zeichen für einen gut funktionierenden Kompostierprozess. Gleichzeitig werden dabei unerwünschte Keime und Samen weitgehend abgebaut.
Wichtig ist dabei eine ausreichende Sauerstoffversorgung. Nur wenn genügend Luft vorhanden ist, kann sich diese Heißrottephase optimal entwickeln und stabil bleiben.
Wissenschaftlich bestätigt: SUPERCOMP im Härtetest
Das JOANNEUM RESEARCH führte über 12 Wochen umfangreiche Untersuchungen zur Praxistauglichkeit und Effizienz des SUPERCOMP durch.
Dabei wurden unter anderem zwei Szenarien getestet:
- Kompostierung mit Küchenabfällen
- Kompostierung ausschließlich mit frischem Rasenschnitt
Die Ergebnisse zeigen:
- stabile Kompostierung ohne Geruchsprobleme
- Volumenreduktion von rund 80 %
- gleichmäßiger Rotteprozess über den gesamten Zeitraum
Die Untersuchungen bestätigen, dass durch die spezielle Bauweise mit Gleitflächen und Vertikaldurchlüftung ein kontinuierlicher und stabiler Kompostierprozess entsteht.
Praxisbeobachtung: schnelle Volumenreduktion
In der Praxis zeigt sich zusätzlich, dass frisch eingefüllter Rasenschnitt bereits in der ersten Woche deutlich an Volumen verliert. Neben dem biologischen Abbau liegt das auch daran, dass sich das Material durch das Eigengewicht setzt.
Gerade hier zeigt sich der Vorteil der Konstruktion: Trotz dieser Verdichtung bleibt die Luftzirkulation erhalten. Mehr erfahren Sie hier.
Warum dünne Schichten oft besser funktionieren
Dünnere Schichten verdichten sich weniger stark als sehr große Mengen auf einmal. Wird Rasenschnitt laufend eingefüllt, kann der Rotteprozess gleichmäßiger ablaufen. Bei sehr großen Mengen hilft es, das Material locker einzubringen und nicht festzudrücken.
Rasenschnitt entsorgen und sinnvoll nutzen
Rasenschnitt ist kein Abfall, sondern ein wertvoller Nährstoffträger. Wird er richtig kompostiert, entsteht daraus Humus, der wieder im Garten eingesetzt werden kann. So bleiben Nährstoffe im eigenen Kreislauf und müssen nicht entsorgt werden.
Steinmehl als Unterstützung
Eine kleine Menge Steinmehl kann helfen, Nährstoffe zu binden und Gerüche zusätzlich zu vermeiden. Es ersetzt aber nicht die wichtigste Voraussetzung: ausreichend Sauerstoff im Kompost.
Der wichtigste Unterschied
Bei Rasenschnitt entscheidet die Luftversorgung über Erfolg oder Geruch. Wo Sauerstoff fehlt, entsteht Fäulnis. Wo Sauerstoff bis in den Kern gelangt, kann auch schwieriges Material sauber umgesetzt werden.
Fazit
Rasenschnitt ist eines der schwierigsten Materialien in der Kompostierung. Ohne ausreichende Belüftung führt er fast immer zu Fäulnis und Geruch.
Mit einem System wie beim SUPERCOMP, das eine durchgehende Sauerstoffzufuhr sicherstellt, wird Kompostieren hingegen einfach und zuverlässig – selbst mit reinem Rasenschnitt.
Der SUPERCOMP ermöglicht genau das: einen stabilen, geruchsfreien Kompostierprozess ohne Umsetzen und ohne aufwendige Materialmischung.
FAQ
Warum beginnt Rasenschnitt zu stinken?
Rasenschnitt ist sehr fein und feucht. Er verdichtet sich schnell, sodass kaum noch Luft hineinkommt. Dadurch entsteht Sauerstoffmangel – und damit Fäulnis und Geruch.
Kann ich Rasenschnitt einfach auf den Kompost geben?
In kleinen Mengen ja. Größere Mengen sollten bei herkömmlichen Kompostern mit trockenem Material gemischt werden, da sie sich sonst schnell verdichten und zu faulen beginnen.
Beim SUPERCOMP kann hingegen auch ausschließlich Rasenschnitt ohne größere Probleme kompostiert werden, da die Vertikaldurchlüftung eine ausreichende Sauerstoffversorgung sicherstellt.
Warum ist Rasenschnitt besonders schwierig zu kompostieren?
Er enthält viel Stickstoff und hat eine sehr feine Struktur. Dadurch wird er schnell dicht und luftundurchlässig.
Was hilft gegen Fäulnis bei Rasenschnitt?
Mehr Luft. Entweder durch Mischen mit strukturiertem Material wie Laub oder durch ein System wie SUPERCOMP, das eine gute Durchlüftung sicherstellt.
Kann man Rasenschnitt alleine kompostieren?
Mit herkömmlichen Kompostern meist nicht ohne Probleme. Mit dem SUPERCOMP ist es durch die Vertikaldurchlüftung möglich, auch reinen Rasenschnitt sauber zu kompostieren.
Muss ich Rasenschnitt umsetzen?
Bei klassischen Kompostern ja, um wieder Luft einzubringen. Beim SUPERCOMP ist kein Umsetzen notwendig, da die Belüftung kontinuierlich erfolgt.
Wie schnell verrottet Rasenschnitt?
Bei guten Bedingungen sehr schnell. Erste Volumenreduktionen sieht man oft schon nach wenigen Tagen.
Brauche ich Zusätze wie Steinmehl?
Nicht zwingend. Eine kleine Menge kann jedoch helfen, Nährstoffe zu binden und die Kompostqualität zu verbessern.
Wie oft Rasenschnitt einfüllen?
Rasenschnitt kann regelmäßig eingefüllt werden. Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern vor allem die Durchlüftung. In herkömmlichen Kompostern sollten größere Mengen möglichst mit trockenem Material gemischt werden.
Beim SUPERCOMP ist auch reiner Rasenschnitt möglich, weil die Luft von unten nach oben durch den Haufen geführt wird. Dadurch bleibt Sauerstoff im Material, selbst wenn sich der Rasenschnitt setzt.








