KOMPOSTIEREN BEI FROST

Das Kompostgut friert bei Dauertemperaturen unter 0° C ein. Die seit Jahrmillionen bestehenden Lebewesen überwintern selbst oder durch Nachkommen, z.B. die wertvollen Kompostwürmer durch Kokons (Wurmeier), die bei Erwärmung im Frühjahr ab 6° C (Idealtemperatur im Haufeninneren für die Kokons: 25°C) schlüpfen.

TESTAT JOANNEUM RESEARCH, GRAZ – AUSTRIA

Durch JOANNEUM RESEARCH wurden empirische Untersuchungen über 12 Wochen zur Praxistauglichkeit und Effizienz der Einzelkompostsysteme SUPERCOMP® durchgeführt.

Wesentliche innovative Anlagenteile im System sind Gleitflächen, die als Gleitflügel den Materialfluss in der Abwärtsbewegung bremsen und damit einen kontinuierlichen Rotteprozess mit einer optimierten Vertikaldurchlüftung bewirken. Physikalische Grundlage dafür sind unterschiedliche Reibungskräfte zwischen Reifekompost und unreifen Rottematerial, welches über die Bildung von Stützlinien zur Standfestigkeit des Rotteguts führt und damit eine kontinuierliche Prozessführung ermöglicht. Die gewählten Oberflächen und Neigungswinkeln der Gleitflügel führen innerhalb der ersten 6 Wochen zum Aufbau der Stützlinien im Rottegut.

Weiterlesen„TESTAT JOANNEUM RESEARCH, GRAZ – AUSTRIA“

VERMEHRTE KOMPOSTPRODUKTION IM EINSATZ

,,WER GEGEN DIE NATUR KÄMPFT, IHRE SPIELREGELN NICHT BEFOLGT, WIRD AM ENDE UNTERLIEGEN“

Diese Erfahrung machen immer mehr Menschen in einer Zeit, wo alles technisch machbar und alles käuflich zu sein scheint.

Auch Bodenfruchtbarkeit schien unbegrenzt käuflich zu sein, nachdem Justus von Liebig (1803 – 1873) den Weg für eine blühende Mineraldüngerindustrie bereitet hat. Inzwischen sind die Erträge in der Landwirtschaft zwar gesteigert und auf ein hohes Niveau stabilisiert worden, doch einiges im Naturhaushalt ist durch einseitige Düngung und möglich gemachten Monokulturen aus dem Gleichgewicht geraten.

Chemische Stickstoffdünger führen zu einer zwangsweisen Ernährung der Pflanzen und zu einem Wachstum welches den Nährstoffen der Böden nicht entspricht. Die Folgen sind Auslaugung, Nährstoffverarmung, Humusrückgang, Versalzung und damit verbundene Erosionsprobleme. In vielen ehemals sehr fruchtbaren Gegenden sind diese Probleme bereits existenzbedrohend. Eines der wohl traurigsten Beispiele, ist die Verwüstung der riesigen Anbaugebiete von Baumwollmonokulturen in Usbekistan und Turkmenistan.

Gleichzeitig werden nach wie vor riesige Müllberge produziert in denen wertvolle Rohstoffe enthalten sind, die darauf warten genutzt zu werden.

Einer dieser ,,Rohstoffe“ ist der Biomüll, welcher richtig aufbereitet Kompost liefert. Es ist klar, dass Industriedünger nicht verdrängt werden können und sollen. Ebenso klar aber ist, dass es zu einem maßvolleren Einsatz kommen muss. Eine Düngeralternative und ein Bodenverbesserungsmittel ist der Kompost.

Die vermehrte Kompostproduktion und Einsatz, ist also eine sinnvolle Alternative, welche geeignet ist die Müllproblematik zumindest zu verringern.